Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 4. August 2026 · Entwurf
§ 1 Geltungsbereich
Diese Bedingungen gelten für die Überlassung der Software „Yupana" durch die hagel IT-Services GmbH (nachfolgend „Anbieterin") an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Angebot an Verbraucher erfolgt nicht. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, soweit die Anbieterin ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
§ 2 Vertragsgegenstand
Die Anbieterin stellt Yupana als Software as a Service über das Internet zur Nutzung bereit. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Tarif (siehe Preise). Yupana wertet betriebswirtschaftliche Daten aus und erbringt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung; sie ersetzt weder Buchführung noch Jahresabschluss.
§ 3 Vertragsschluss, Testphase
Der Vertrag kommt mit Freischaltung des Zugangs zustande. Die Testphase beträgt 30 Tage und erfordert kein Zahlungsmittel; sie endet automatisch, ohne dass eine Kündigung nötig wäre. Ein kostenpflichtiger Vertrag entsteht erst, wenn der Kunde einen Tarif bucht.
§ 4 Leistungen und Verfügbarkeit
Die Anbieterin betreibt Yupana mit einer angestrebten Verfügbarkeit von 99 % im Monatsmittel, gemessen am Zugang zur Anwendung, ohne angekündigte Wartungsfenster und ohne Störungen außerhalb ihres Einflussbereichs. Weitergehende Zusagen gelten nur im Tarif „Managed" und nur, soweit gesondert vereinbart.
Die Anbieterin entwickelt Yupana laufend weiter. Funktionen können sich ändern; der vertraglich geschuldete Kernnutzen bleibt erhalten. Wesentliche Einschränkungen werden mindestens 30 Tage vorher mitgeteilt.
§ 5 Mitwirkung des Kunden
Der Kunde stellt die für die Auswertung erforderlichen Daten bereit und verantwortet deren Richtigkeit. Er sorgt dafür, dass die Nutzung seiner Zugänge nur durch Berechtigte erfolgt, und meldet den Verdacht eines Missbrauchs unverzüglich.
§ 6 Preise und Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung veröffentlichten Preise, jeweils netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt im Voraus, monatlich oder jährlich, je nach gewähltem Zahlungsrhythmus, über den Zahlungsdienstleister Stripe.
Preisänderungen werden mindestens 60 Tage vor Wirksamkeit in Textform mitgeteilt. Der Kunde kann in diesem Fall bis zum Wirksamwerden mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt außerordentlich kündigen.
§ 7 Zahlungsverzug
Bei fehlgeschlagener Zahlung wiederholt die Anbieterin den Einzug. Bleibt die Zahlung aus, wird der Zugang auf Nur-Lese-Betrieb gesetzt: Der Kunde behält Zugriff auf seine Daten und kann sie exportieren; Änderungen sind nicht mehr möglich. Eine vollständige Sperrung erfolgt frühestens 30 Tage nach der ersten fehlgeschlagenen Zahlung und nur nach Ankündigung.
§ 8 Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft auf die gebuchte Periode (Monat oder Jahr) und verlängert sich jeweils um dieselbe Periode, sofern er nicht bis zum Ende der laufenden Periode gekündigt wird. Die Kündigung erfolgt im Kundenportal oder in Textform; eine Frist über das Periodenende hinaus besteht nicht. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.
§ 9 Daten des Kunden
Die vom Kunden eingebrachten Daten bleiben seine Daten. Die Anbieterin verarbeitet sie ausschließlich zur Vertragserfüllung auf Grundlage des Auftragsverarbeitungsvertrags. Nach Vertragsende stellt die Anbieterin einen vollständigen Export (CSV/JSON) bereit und löscht die Daten spätestens 90 Tage nach Vertragsende, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.
§ 10 Künstliche Intelligenz, keine Steuerberatung
Yupana erzeugt Texte und Auswertungen mithilfe von Sprachmodellen. Jede darin genannte Zahl wird vor der Anzeige gegen die geladenen Daten geprüft; Bewertungen und Formulierungen bleiben dennoch maschinell erzeugt und sind vom Kunden zu prüfen. Sie stellen keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für steuerliche Einzelfragen ist der Steuerberater des Kunden zuständig; Yupana weist im Produkt darauf hin.
§ 11 Haftung
Die Anbieterin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet sie nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens auf die in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlte Vergütung.
Für den Verlust von Daten haftet die Anbieterin nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist Hamburg, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.